SVS: Auswärtsbilanz in Kleve aufpolieren

 

Landesliga: Sonsbeck tritt am Sonntag beim Spitzenreiter an +++ Luca Terfloth steht seinem Bruder gegenüber

Die Terfloth-Brüder werden sich nach dem sonntäglichen Landesliga-Duell zwischen dem 1. FC Kleve und SV Sonsbeck sicherlich einiges zu erzählen haben. Mike (24) hat als Kapitän der Hausherren entscheidenden Anteil daran, dass die Schwanenstädter an der Tabellenspitze thronen. Luca (20) soll auf der rechten Seite der Rot-Weißen mit dafür sorgen, dass die Gäste ihre bisher dürftige Auswärtsbilanz aufpolieren.

 

SVS-Trainer Günter Abel freut sich derweil auf das Wiedersehen mit FC-Innenverteidiger Nezad Dragovic. Beide kennen sich gut aus gemeinsamer Zeit beim VfB Homberg. Dragovic sei einer der Klever Führungsspieler, sagte Abel vor dem kleinen Derby im Stadion am Bresserberg. Der Gegner verfüge über ein „bärenstarkes Mittelfeld“ sowie einen „klasse Torwart“. Ahmet Taner, der zwischen 2013 und 2015 57 Mal für die Sonsbecker in der Oberliga auflief, stand am vergangenen Sonntag zwischen den Pfosten, als der Spitzenreiter in Scherpenberg mit 0:3 die erste Saison-Pleite kassierte. Abel nahm die Pleite zur Kenntnis; mehr aber auch nicht. „Nach neun Spieltagen macht es keinen Sinn, jemanden groß oder klein zu reden.“ Der 1. FC Kleve habe allerdings „das Zeug, da oben zu bleiben“.

Während die Hausherren 22 Punkte auf dem Konto haben, sind’s beim SVS lediglich zwölf. Beim 0:0 am Sonntag gegen den FSV Duisburg war ein Aufwärtstrend zu erkennen. Daran schloss sich eine gute Trainingswoche an, wie Abel meinte. Am Tag der Deutschen Einheit wurde morgens Fußball gespielt, anschließend ging’s nach Wesel in ein griechisches Restaurant, das den Eltern von Georgios Efthimiou gehört. „Es war ein gelungener Mannschaftsausflug. Auch wenn’s nicht an der Kameradschaft liegt, dass wir nicht mehr Punkte geholt haben, sind solche Termine wichtig“, so Abel.

Es sind die spielerischen Defizite, die keine bessere Platzierung als Tabellenrang elf zulassen. Gegen den FSV fehlte zu oft der letzte entscheidende Pass, um einen Torerfolg zu erzwingen. Die Flanken kamen zu ungenau, der Coach vermisste das Zuspiel in die Schnittstelle der gegnerischen Abwehr. „Da müssen wir uns in Kleve mehr konzentrieren.“

Einen Grund, seine Startelf zu verändern, hat Abel nicht. Jonas Kremer gehörte im zurückliegenden Heimspiel zu den Gewinnern. Beim Mittelfeldakteur reichten die Kräfte für 90 Minuten. Er ist auch am Sonntag auf einer der 6er-Positionen gesetzt. Kai Schmidt, Sascha Tenbruck, Sebastian Leurs und Felix Terlinden fallen weiter aus.

Umut Akpinar, der Klever Trainer, scheint die Niederlage in Scherpenberg gut verarbeitet zu haben: „Das war insbesondere während der ersten Halbzeit ja auch keine schlechte Leistung meiner Mannschaft.“ Er räumte jedoch ein, dass der Gegner nach dem Seitenwechsel druckvoller agiert und „galliger“gespielt habe.

Bis auf Angreifer Jannis Altgen (Bänderisses im Ellenbogen-Gelenk) steht Akpinar mit hoher Wahrscheinlichkeit sein kompletter Kader zur Verfügung. Das einzige Fragezeichen steht hinter Mittelfeldmotor Niklas Klein-Wiele. Im Kreispokal schoss sich Kleve auf den SVS ein. Mit 13:0 wurde der Uedemer SV in der zweiten Runde bezwungen.

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