Klaus Keisers – ein Typ wie Thomas Müller

Der 19-Jährige vom SV Sonsbeck II tritt wie der Bayern-Stürmer auf – treffsicher und gut gelaunt.

Es war kein schlechtes Jahr für den SV Sonsbeck II. Dreimal hat das Team im Verlauf der bisherigen Spielzeit in der Kreisliga A die Tabelle angeführt. Dass die Mannschaft inzwischen den Spitzenplatz für den VfB Homberg II räumen musste und sich in der Winterpause mit dem zweiten Rang begnügen muss, sorgt beim Trainer keineswegs für schlaflose Nächte.

„Über die bisherige Bilanz können wir uns nicht beschweren“, sagt Johannes Bothen, der die Mannschaft am neunten Spieltag als Nachfolger von Thomas Dörrer übernahm.

 

Beide Trainer mussten während ihres Wirkens an der Seitenlinie je eine Niederlage hinnehmen. Dörrer traf es beim 0:5 in Homberg heftig, für Bothen endete die Partie beim aktuellen Tabellendritten Viktoria Alpen mit einer 0:4-Abfuhr. Eine deutliche, aber verdiente Niederlagen, wie der jetzige Trainer feststellt. Was Bothen allerdings weitaus mehr wurmt, sind die drei Unentschieden, die sich der SVS II durchaus hätte ersparen können. 1:1 hieß es beim Rumelner TV, jeweils 0:0 beim SV Millingen sowie daheim gegen die SpVgg. Rheurdt-Schaephuysen – die einzigen Punktverluste auf eigenem Terrain. „In Rumeln und Millingen haben wir schlichtweg das Toreschießen vergessen“, erinnert sich der 31-Jährige.

Jetzt sind es also sieben Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter bei einem noch ausstehenden Spiel, das am 4. Februar bei Preußen Vluyn nachgeholt wird und den Rückstand verringern könnte. Der VfB II gastiert drei Wochen später in Sonsbeck, und dann könnte es noch einmal richtig spannend werden. „Dann wäre es vielleicht nur noch ein Punkt, und dann könnte der Vorteil auch beim Verfolger liegen“, rechnet Bothen vor.

Die Rückkehr in die Bezirksliga nach dann drei Jahren ist also immer noch ein Thema, auch wenn der Coach seiner Mannschaft gerne die Rolle des Außenseiters vermittelt. „Homberg stellt ein ganz starkes Team, das uns beim 0:5 auch die Grenzen aufgezeigt hat“, erklärt er. Zudem hat seine Mannschaft in der ersten Saisonhälfte von der guten Zusammenarbeit mit der ersten Mannschaft profitiert. 35 Spieler trugen das Trikot der „Zweiten“, mehr als die Hälfte davon waren aus Reihen der Landesliga-Vertretung abgestellt. „Mit unserem eigenen Kader sind wir sehr eng aufgestellt“, rechnet Bothen vor.

Um so bemerkenswerter sei das Ergebnis gewesen. „Jede Woche eine neue Formation, neue Wechsel auf den Positionen, aber all das hat die Mannschaft gut hinbekommen“, erklärt er. „Jetzt wir müssen erst einmal abwarten, was sich in den kommenden Wochen bei der ersten Mannschaft tut. Für die neue Saison bedeutet das, dass wir uns dann auf alle Fälle breiter aufstellen müssen.“

Mit 15 Treffern in 17 Begegnungen hat sich Klaus Keisers in seinem ersten Seniorenjahr in den Vordergrund gespielt. „Etwas unorthodox“, charakterisiert Bothen den Spielstil seines 19-jährigen Stürmers. „Ein Typ wie Bayerns Thomas Müller, der immer Bock hat und für gute Laune sorgt.“ Jonas Gerritzen, im Sommer unter dem damaligen Trainer Günter Abel aus dem Kader der ersten Mannschaft ausgeschieden, hat zwölf Torerfolge zum zweiten Tabellenplatz des SVS II beigetragen. „Ein Leader in der Mannschaft“, lobt sein Trainer ihn ebenso wie Tobias Tatzel und Christian Quernhorst („die beiden rocken das Mittelfeld“) oder Timo Evertz, der sich auf der für ihn ungewohnten Position in der Abwehr glänzend einfügte. „Ich könnte noch einige andere nennen“, sagt Johannes Bothen, „denn viele haben einen Schritt nach vorne gemacht. Das gesamte Team spielt einen tollen Fußball, den man sich von außen auch gut anschauen kann.“

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